7. Symposium: Innovationen und Impulse für den Immobilienmarkt

„Perspektiven, Innovationen und Impulse für den Immobilienmarkt“ war das Motto des 7. Symposiums der DORNIEDEN Gruppe, das mit mehr als 300 Teilnehmern im Kulturhof des Klosters Knechtsteden bestens besucht war. Nachdem Martin Dornieden als Gastgeber kurz die Möglichkeit nutzte, die DORNIEDEN Gruppe mit ihrem neuesten Zuwachs, der FAIRHOME GmbH, vorzustellen, gab Prof. Dr. Tobias Just vom Lehrstuhl für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg und Leiter der IREBS-Immobilienakademie anschließend einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt. Mehr noch: Just zeigte auf, worauf sich die Immobilienwirtschaft zukünftig einstellen muss.

„Der Markt bestimmt den Preis“
Der Referent betonte in seinem Vortrag, dass der derzeitige Aufschwung auf dem Immobilienmarkt viermal so stark sei wie nach der Wiedervereinigung. Wohnen sei die beste Anlage, die man derzeit tätigen könne. „Wir brauchen dringend mehr Wohnungen, aber es wird derzeit nicht zu viel gebaut. Das muss sich ändern“, so der Experte. Dementsprechend sei die Unternehmensgründung von FAIRHOME ein richtiger Schritt gewesen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Besonders die Re-Urbanisierung spielt laut Just der Gruppe in die Hände. Während Familien und überraschenderweise auch Senioren weiter aus den Städten ziehen, kommen verstärkt junge Menschen in die Innenstädte. „Die Nachfrage nach kleinteiligen Wohnkonzepten steigt“, so der Referent, der deutlich machte, dass sich die Zeichen der Zeit jederzeit ändern und auch die Zinsen wieder irgendwann steigen könnten. Eine deutliche Absage erteilte Just der eingeführten Mietpreisbremse. „Der Markt bestimmt den Preis. Steigen die Preise, ist das ein Zeichen, dass es zu wenig Wohnraum gibt und neue Wohnungen gebaut werden müssen. Die Mietpreisbremse wurde schlichtweg eingeführt, um etwas zu verbergen.“ Eine Chance, aber auch ein Risiko, sieht der Experte in der fortschreitenden Digitalisierung (Stichwort: Datenklau!).

Ein Blick über den Tellerrand
Ein Symposium ist immer eine gute Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen. Wie machen es andere? Über die Innovationskultur bei 3M berichtete Dr. Jörg Dederichs, Geschäftsführer Industriemärkte beim Technologiekonzern. Zahlreiche Geschäftspartner und Mitarbeiter hörten gespannt zu, wie der weltweit tätige globale Konzern sich eine führende Position beim Thema Innovationen verschafft hat. „Innovationsprozesse zu fördern, dazu gehört mehr als Geld für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung zur Verfügung zu stellen“, betonte Dederichs. Nicht der Prozess, sondern die Unternehmenskultur sei entscheidend. Um eine Innovationskultur zu fördern, sei es notwendig, Verantwortung zu delegieren und Fehler als Teil des Systems zu akzeptieren. „Der Nutzen ist meist größer. Aus Fehlern lernt man. Sie fördern Innovationen“, so der Gastreferent. Wichtig sei auch, dass alle Mitarbeiter Teil dieser Innovationskultur sind und nicht nur Führungskräfte. Interessant war die Aussage, dass bei 3M jeder Mitarbeiter die Chance hat, 15 Prozent seiner Arbeitszeit in Projekte zu investieren, die keine Priorität haben. Dieser Freiraum kann für die eigene Kreativität genutzt werden. Und so sind beispielsweise die Post-its, das wohl bekannteste Produkte des Mischkonzerns, entstanden.

Wie entstehen kreative Impulse?
Wie kreative Impulse entstehen, stellte Unternehmensberater Michael Krisch abschließend bei einem interaktiven Vortrag vor. Krisch ist auch Zauberer und Mitglied des magischen Zirkels Deutschland. Er machte deutlich, dass Innovationen nur da entstehen, wo das Denken die Richtung wechselt und Visionen entstehen. Der Spruch Helmut Schmidts’ „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, konterte er mit: „Wer keine Visionen hat, schafft es nicht einmal zum Arzt.“ Die Wahrnehmung und die eigene Kreativität spielen dabei eine besondere Rolle. Er beendete das Symposium mit einigen Grundsätzen: Einfach mal ausformulieren, was ein Unternehmen macht! Fragen von heute lassen sich nicht mit dem Wissen von gestern beantworten. Und kreative Fähigkeiten benötigen ein entsprechendes Umfeld, damit sie voll ausgespielt werden. Wer dann auch noch Mut und Risikobereitschaft mitbringt, ist definitiv gut aufgestellt, um auch in Zukunft gute Geschäfte zu machen!

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